Ellipse: Prall und Proll
     

 

         Zu Tode simuliert

Ruppig, garstig, knochenhart,
das ist Dr. Eisenbarth.

Meinem Vater geht es schlecht,
und es wäre mir ganz Recht,
kämen Sie zum Hausbesuch,
sagten mir was zum Geruch,
der dem armen Mann entfleucht,
wenn er hustet, japst und keucht.


So zu Eisenbarth ein Sohn
abends spät am Telefon.

Eisenbarth wird nun direkt,
was den Sohnemann erschreckt:

Nein, ich komme heute nicht,
esse grad mein Leibgericht,
und wer Ihren Papa kennt,
auch das Kind beim Namen nennt,
weiß, egal was ihm passiert,,
dieser Kerl, der simuliert,
bildet sich ganz allgemein
seinen Zustand doch nur ein.


Anderntags so gegen acht
nach verdauungsreicher Nacht
ruft der Arzt den Sohnemann
ausgeschlafen doch mal an,
fragt ihn, wie es denn so geht,
wie es um den Papa steht.

Dieser alte Simulant,
dafür ist er doch bekannt,

meint der Sohn nicht ungeschickt
und an Tränen fast erstickt,
bildet sich sogar jetzt ein
- Sie vermuten, nur zum Schein -,
obendrein noch tot zu sein.

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