Ellipse: Prall und Proll
     

 

          Verkehrsregeln

Schneider heißt sie, Erika,
so wie ihre Omama,
heißt so schon seit Jahr und Tag,
was sie aber gar nicht mag;
weiß man nämlich, wie sie heißt,
jeder blöde Witze reißt;
trotzdem ist sie gern dabei,
bei der Straßenpolizei.

Polizistin Erika
ist per se für alle da
Tag und Nacht zu jeder Zeit,
immer willig, meist zu zweit,
einsatzfreudig, voll von Mut,
solch ein Vorbild, das tut gut.
Nie scheut sie ein Risiko,
jeden macht sie damit froh.

Aktuell im Einsatz am
Unfallbrennpunkt Schweinedamm
regelt sie den Stoßverkehr,
bis sie merkt, es geht nicht mehr,
denn beim Regeln im Verkehr
- rechts hat Vorfahrt, links hat Rot,
hinten Stopp und Fahrverbot,
oben raus und unten rein -
trat bei ihr die Regel ein.

Als sie spürt, hier läuft nichts mehr
außer was ein Monat her,
ruft sie auf der Wache an:
Schickt mir doch mal einen Mann,
der mich hier erstzen kann;
bin schon wieder regulär,
ist zwar erst drei Wochen her.


Nach vier Stunden kommt Ersatz
für den viel geliebten Schatz;
leider ist der hackevoll,
was im Dienst ja nicht sein soll.

Hör mal, fragt sie, junger Mann,
warum kommst du jetzt erst an,
und auch noch, du dumme Sau,
voll, im Suff und veilchenblau?


Ihr Ersatzmann: Liebes Kind,
weißt doch, wie wir Männer sind!
Schnell sprach sich Dein Zustand rum,
keiner aus der Crew ist dumm.
Und schon fragt der lange Pit:
Jungens, trinkt Ihr einen mit?

Dann war Friedhelm Petermann
mit der nächsten Runde dran.
Emil, Gunther, Bert und Hans,
der mit dem zu kurzen Schwanz
haben dann als Team zu viert
- ist ja wieder nichts passiert -,
sieben Flaschen Korn spendiert.

Nur der Chef ging still nach haus,
sagte noch zum Vize Klaus:
Ich bin aus der Schneider raus.

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