Ellipse: Prall und Proll
     

 

            Straßenraub
           mit Körperverletzung

Jede Illusion zerbrichtt
vor dem Jugendstrafgericht.
die sich Richter Paulsen macht,
als der Angeklagte lacht.

Dreckig, spöttisch, dumm, voll Hohn,
wenn auch bester Eltern Sohn,
lügt er glatt ins Mikrophon.

Bist du denn noch ganz bei Trost,
schimpft der Richter voll erbost.
Dass du klaust, ist schlimm genug,
ab und zu ein Zechbetrug,
auch schon mal ein Schabernack
gegen fremden Autolack,
Unterschlagung, Hehlerei
ist mir alles einerlei.

Dieses Ding doch, ei der Daus,
schlägt dem Fass den Boden aus:
Raubst du hier dem armen Mann,
der sich gar nicht wehren kann,
Taschenuhr und Portemonaie,
schlägst ihn dann zu Frikassee
und behauptest frech und dreist,
gegen allen Sportsmann-Geist
sei ein Unrecht dir geschehen.
Mann, oh Mann, wie soll das gehen.


Höhnisch schaut der Sohnemann
seinen Richter achtlos an:
Ist doch wahr! Der Bösewicht
sagt ganz klar die Wahrheit nicht.
Er war der, der mich bescheißt,
was dann unter Männern heißt,
Dresche hat der Kerl verdient,
um so mehr weil er noch grient.

Paulsen voller Ungeduld
auf der Suche nach der Schuld:
Jetzt ist aber Schluss! Genug!
Worin lag denn sein Betrug?
Was hat denn in jener Nacht
unser Kläger falsch gemacht?


Bübchen reagiert ganz schlecht,
falsch und auch noch selbstgerecht:
Euer Ehren, ist das fair?
Seine Börse war ganz leer
und was fast das Herz mir brach,
seine Taschenuhr ging nach.

 

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