Ellipse: Prall und Proll
     

 

           Sprachregelung

Emma leidet schwer wie nie
an der Porzellanphobie,
die sie schon als Kind erwarb,
und ihr mancherlei verdarb.

Emmas guter Ehemann
fragt sich oft: Was stell ich an,
wenn man wirklich nicht versteht,
was da in ihr vor sich geht.

Und er forscht ganz einfach nach
im Gesundheitsalmanach,
was denn das nun heißen soll,
nimmt man den Begriff für voll?

Findet raus, nach Form und Schliff
ist das ist nur ein Tarnbegriff,
der die Wahrheit fest umgarnt,
sie verschleiert, letztlich tarnt.

Porzellanphobie, das heißt
bei den Ärzten allermeist,
dass man sicher schön und glatt
Sprünge in der Schüssel hat.

Oder so was sagt man dann,
hat die Frau, vielleicht der Mann
nicht mehr, schließlich ist man krank,
alle Tassen mehr im Schrank.

 

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