Ellipse: Prall und Proll
     

 

              Schweinerei

Jola ist es doch gelungen,
Schwein Jolante ist entsprungen
aus dem großen Schweinekoben;
unten nicht und auch nicht oben
war der Riegel vorgeschoben.

Mit behäbig schwerem Hinken
schleppt sie ihre Hinterschinken
durch die weiten Wirtschaftsräume,
Ziele ihrer Schweineträume.

Längst schon wollte sie mal wissen,
was denn Schweine so vermissen,
wenn sie nur im Koben liegen,
um dann täglich mehr zu wiegen.

Jola wollte was entdecken,
um der Schweine Neid zu wecken,
wenn sie vielen viel berichtet,
manches noch dazu erdichtet
kurz bevor der Metzger Esser
kommt mit seinem Schlachtermesser.

Doch die allergrößte Chose
war die weiße Steckerdose
in der Wand der Vorratskammer.

Säuisch Mitleid, Schweinjammer
überkam das Schwein Jolante;
in der Dose ja erkannte
sie die liebe gute Tante,
die ein Knecht, dabei gar lachte,
rücksichtslos zu Esser brachte;

dieser hat vor knapp zwei Wochen,
arme Sau, Dich abgestochen.

Jola an ihr Tantchen dachte,
weinte, dass die Schwarte krachte
und sie fragte hingekauert
vor der Dose tief erschauert
Wer hat Dich denn eingemauert?

 

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