Ellipse: Prall und Proll
     

 

                  Schuhplattler

Drei Uhr nachts, die Sterne funkeln,
Erna sitzt am Tisch im Dunkeln,
macht sich ernsthaft schwere Sorgen,
denn in Bälde graut der Morgen,
  und noch immer außer Haus
  ist ihr Männe Manfred Claus.

Punkt halb vier ein lautes Krachen,
Tote könnten glatt erwachen
von solch Poltern, Scheppern, Knallen,
nichts für Ernas Wohlgefallen,
  der schon überdeutlich schwant,
  was sie schemenhaft nur ahnt.

Ohne Hut und ohne Jacke
steht ihr Männe da, wie Kacke
sieht er aus, poliert die Knochen,
doch sein Frohsinn ungebrochen,
  Manfred Claus so echt in Echt
  stockbesoffen, schwerst bezecht.

Erna bleibt der Atem stocken,
Zehennägel in den Socken
fangen an sich aufzurollen,
was passiert, wenn Frauen grollen,
  und sie fragt zutiefst verhärmt,
  warum er so grässlich lärmt.

Männe kann jetzt nur noch lallen,
Schuhe sei
en ihm umgefallen,
und solch winziges Debakel
mache mal ein Mordsspektakel,
  was sich ganz von selbst versteht,
  wenn man noch darinnen steht.

 

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