Ellipse: Prall und Proll
     

 

       Schnipp, schnapp, ab

Frau Khalunke schien betrunken,
also ward sie rausgewunken
in die Polizeikontrolle
von dem Schupo Ruppert Schmolle.

Säcke, müsse er monieren,
auf dem Rad zu transportieren,
so was machten nur Idioten,
und es sei auch streng verboten,
denn man komme nur ins Schwanken,
so als käme man vom „Tanken“.

Dieses Fahrrad sei zum Schaden
aller gänzlich überladen.
Mit zwei prall gefüllten Säcken
dürfe man nur kurze Strecken
bestenfalls das Fahrrad schieben.
Fahren steh nicht im Belieben.

Freundlich fragte Ruppert Schmolle,
was sie transportieren wolle
in den prall gefüllten Säcken,
wüsst´ er gerne ums Verrecken.

Hier in diesem Sack da stecken,
sagte sie, zu meinem Glücke
viele tausend Eurostücke,
wohlverdient im Schrebergarten
schlicht und einfach nur durch Warten
mit der scharfen Heckenschere,
dass sie mir den Reichtum mehre.

Sonntags kommen beim Spazieren
Leute nur zum Urinieren.
Halten, um sich zu verstecken,
immer stur an meine Hecken.

Dort steh ich mit meiner Schere,
sage: "Servus, hab die Ehre!
Sie, sie dürfen jetzt noch wählen,
bar zwei Euro hinzuzählen
oder, muss ich lange bitten,
ratz fatz ist er abgeschnitten."

So kommt, das ist wirklich Klasse,
mancher Euro in die Kasse.

- - Und was ist nun in dem zweiten
Sack, dem dicken breiten,

fragte dann Herr Ruppert Schmolle
Frau Khalunke, diese Olle.

Die Khalunke darauf heiter
- Bitte Sagen Sie´s nicht weiter!
Dessen Inhalt will ich morgen
irgendwo diskret entsorgen.
Ach,
so sie, die Höllenqualen
sind, bei Gott, nicht auszumalen,

denn nicht jeder will gleich zahlen.

 

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