Ellipse: Prall und Proll
     

 

         Sanft entschlafen

Paulas Männe Ingo Torben
ist vor Tagen grad verstorben.
Gänzlich mit der Welt zufrieden
ist er ruhig, sanft verschieden.

Paula muss nun alles planen
nach dem Heimgang zu den Ahnen,
was man so bedenken sollte
und es doch noch gar nicht wollte.

Kirche, Pfarrer, Trauerkarten,
Rosen aus dem eignen Garten
für den Schmuck des Eichensarges.
- Bitte üppig! Nur nichts Karges! -
Standesamt, Behördengänge
und so vieles, jede Menge.

Paula weiß sich doch zu trösten,,
daß dem Armen, jetzt Erlösten,
manches ist erspart geblieben,
was dem nun verblichenem Lieben
hätt´ das Leben rauben können.
Friede sei ihm nun zu gönnen.

Beim Gespräch mit dem Bestatter
ward ihr Tonfall immer matter,
als sie sagte, ganz bescheiden,
Lange musste er nicht leiden.

Der Bestatter drauf Verstehe!
Kurz war also ihre Ehe?!

 

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