Ellipse: Prall und Proll
     

 

             Reanimation
                     Evakuation

An dem kalten Baggersee
sagte sie der Welt ade,
eine junge Frau in Not,
suchte dort den nassen Tod.

Als sie grade untergeht,
sieht am Strand sie ein Athlet,
Rettungsschwimmer Peter Klaus.
Nichts wie rein! Die hol ich raus!,
sagte sich der Muskelprotz.

Aller Unlust doch zum Trotz
springt er nur aus Pflichtgefühl,
denn das Wetter ist schon kühl,
gänzlich ohne jeden Spaß
köpflings in das kühle Nass,
krault und schmettert zielgenau
hin zu der fast toten Frau.

Diese trudelt grade ab
tief hinein ins feuchte Grab.
Er doch greift den armen Tropf
unsanft an dem blonden Schopf,
schwimmt mit ihr in Richtung Land,
zieht die Ärmste an den Strand.

Und mit Energie und Dampf
geht es an den schweren Kampf,
dass sie wieder atmet, lebt,
nicht im Nirgendwo nur schwebt.

Also wird mit Macht gepumpt,
dass es nur so kracht und brummt:
Erst die beiden Arme breit
bis zum Gehtnichtmehr so weit,
dann zusammen, ohne Lust
Druck auf ihre schöne Brust,
wieder beide Arme breit
bis zum Gehtnichtmehr so weit,
nochmals, wieder ohne Lust,
Druck auf ihre schöne Brust
und so weiter und so fort,
hundert mal wie im Akkord.

Bald schon aber zeigt sich was,
eine Spur von kühlem Nass
strömt ihr endlich aus dem Mund,
spritzend strömt es, sprudelnd und
wird zum Brunnen der hoch springt,
literweise Wasser bringt.

Jedes Erst die ......schöne Brust!
mindert ihres Retters Frust,
denn ihn trifft ja jedes Mal
aus dem Mund ein Wasserstrahl.

Ein Passant, ein kleiner Mann,
schaut die Prozedur sich an
und sagt ruhig, aber barsch:

Zieh doch ihren dicken Arsch
erst mal aus dem Wasser raus.
Das bringt was, das macht was aus,
sonst erwacht sie nimmermehr,
denn Du pumpst den See nur leer.

 

ᵕ     ̶    ᵕ     ̶    ᵕ     ̶    ᵕ    X