Ellipse: Prall und Proll
     

 

             Patex Philippe

Patex jubelt und auch Uhu:
Halleluja und Juch huhu!
Zuchterfolge sind zu preisen
bald schon auf Promotionsreisen.

Zuchterfolg mit Gütesiegel!
titelt Focus, Bild und Spiegel.

Was ist denen denn gelungen,
smartem Forscherhirn entsprungen?

fragt sich jeder Zeitungsleser
von den Alpen bis zur Weser.

Schon seit langen, langen Zeiten,
schienen die was einzuleiten,
was erhebend groß und prächtig
und wohl auch Nobel-verdächtig
alle Welt entzücken sollte,
wonach Züchter, Biologen
lechzten wie nach Junk und Drogen

Eine neue Pferderasse,
die herausragt aus der Masse,
Pferde ganz spezieller Klasse.

Huf und Kopf so wie bei Pferden,
wie bei allen hier auf Erden!
Schwarzes Fell mit weißen Streifen,
ganz normal und zu begreifen!

Jeder kennt die Streifenpferde,
die zumeist in großer Herde
gern auf weiten Weiden waiden;
jeder mag die Tiere leiden.

Solch ein Tier das kann wohl laufen,
will es äsen, flüchten, saufen,
eifrigst ist es in Bewegung
ist es brünstig vor Erregung.

Doch was ist das ach so Neue,
dass es nicht der Zucht gereue?

Von Geburt bis zur Bestattung
kann die allerneuste Gattung
nichts als nur so rum zu stehen,
kann nicht laufen, kann nicht gehen,
kann nicht rennen, kann nicht wandern,
hüpft nicht, springt nicht wie die andern,
kriegt die Hufe nicht vom Boden,
selten das für Ungulpoden,
kommt nicht einen Schritt vom Fleckchen,
nicht um Kurven, nicht um Eckchen,
ist noch niemals umgepurzelt,
steht nur da wie angewurzelt,
Huf und Boden eine Einheit,
Harmonie der reinsten Reinheit.

Patex nennt das Tier Philippe
steht im Stall schon an der Strippe,
Uhus Zuchtlabor in Bebra
nennt es webewirksam Klebra.

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