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LUNULA*
Nach siebzehn Gläsern Wodka pur
bewältigt - klar doch! - mit Bravour
vorm Haus auf seiner Gartenbank,
wo er schon oft im Suff versank,
lenkt Kurt den Blick zum Sternenzelt,
der Heimat unsrer kleinen Welt.
Wie immer schaut er gern zum Mond.
Dass dort ein Mann seit Zeiten wohnt,
erzählte ihm als kleinem Kind
die Oma immer wieder gern,
grundgütig, wie halt Omas sind.
Weit weg sei er, jedoch nicht fern,
wie jeder noch so helle Stern.
So schloss sie meistens den Bericht,
mehr wisse sie vom Mondmann nicht.
Nun richtet Kurt berauscht sofort
an ihn, den Mann im Mond das Wort:
Ganz offensichtlich fehlt dir was!
Macht dir das Leben dort noch Spaß?
Sag du mir, ob sich das denn lohnt.
allein zu leben auf dem Mond.
Viel besser geht es heute mir
als grade jetzt da oben dir,
denn du bist halb nur, ist nicht toll,
doch ich indes bin gänzlich voll.
*Lat: Verkleinerungsform von luna - der Mond

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