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Furor Lapponius
Ganz Lappland, aller Lappen Land,
ist völlig außer Rand und Band.
Das Rentier hat zur Zeit Saison,
die Jäger kennen kein Pardon.
Wer Kimme kennt und auch das Korn,
bei Flinten hinten kennt und vorn,
der knallt jetzt ringsum alles ab,
was mit Geweih und noch auf Trab.
Das Ren - als Hirsch ein jagdbar Wild -
wird allenthalben gern gekillt.
Der Rentierbraten ist beliebt,
ein Renner, den es selten gibt.
Das Fell geputzt, genäht, gegerbt
wird oft gekauft, wird viel vererbt.
Im Börsenhandelwettbewerb
gilt Ren-Rendite als superb.
So schießt der Waidmann ungeniert,
weil Rentierhandel sich rentiert.
In Lappland ist es lausig kalt,*
wenn überall die Büchse knallt.
Wenn jedermann Gewehre lädt,
ist´s meistens für das Ren zu spät.
Nur einer macht den Spuk nicht mit,
sucht Deckung stets auf Schritt und Tritt.
Es ist der alte THORE THOR;
dem kommt das gar nicht läppisch vor.
Er wird von steter Angst bewegt,
es werde auf ihn angelegt.
Und wenn die Angst ihn richtig krallt,
weil wieder mal ein Schuss verhallt,
dann bleibt er stehen, macht kurz Halt,
betupft den Angstschweiß, das tut gut,
und fasst bald wieder neuen Mut:
Ich bin zwar noch ein flotter Hirsch,
als solcher stets auf Weiberpirsch,
ich bin jedoch kein Wild, kein Reh,
ich bin kein Rentier, bin Rentier.
* vgl. dazu die besonders informative Seite
im Internet
http://users.informatik.haw-hamburg.de/~klauck/lappen.html

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