Ellipse: Prall und Proll
     

 

          Alma halb und halb

Alma war die Frau von Torben,
leider ist sie jetzt gestorben.
Dass sie in den Himmel komme,
hofft nun Torben, dieser Fromme.

Trotz der nicht geringen Spesen
lässt er dafür Messen lesen.
Endlich nach der zehnten Messe
hat er endlich voll die Fresse.

Also fragt er an beim Pfarrer
Monsignore Elmar Schnarrer:
Ist jetzt meine Alma oben,
darf sie Gott im Himmel loben?


Schnarrer - dass ihm Gott vergebe -
lässt den Fall noch in der Schwebe.
Wer wollt schon die Kühe schlachten,
die Gewinn durch Milch erbrachten?

Noch nicht ganz!, meint Monsignore,
schwitzt dabei aus jeder Pore.
Weitres Geld noch zu stibitzen,
die Idee bringt ihn ins Schwitzen.

So hast du dir `s vorzustellen,
um den Kasus zu erhellen:
Mit dem Kopf ist sie im Himmel,
sieht da oben das Gewimmel
aller derer, die verschieden;
ihre Neugier ist zufrieden.
Nur die Füße, einst dir teuer**,
hängen noch im Fegefeuer.

Thorben staunt: Ist kaum zu fassen!
Dabei sollten wir es lassen.
Dieser Zustand ist ganz richtig,
denn für Alma ist es wichtig,
ihrer Neugier nachzugeben;
das war wirklich Almas Leben.
Und die Füße ihr zu wärmen,
sollte uns nicht grämen, härmen,
schließlich hatte meine Süße
ständig auch noch kalte Füße.

 

** Schuhe gab es nur von Gucci
Feragamo und Ferrucci.


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